Vorletzter Finaltag in Dublin
Bernhard von Welck
18.08.2018

Der vorletzte Tag im Aquaticcenter von Dublin bei den diesjährigen Schwimmeuropameisterschaften 2018. Den Auftakt machen Gina Böttcher und Peggy Sonntag. Beide schwimmen in der Startklasse S5, obwohl Gina der Klasse S4 angehört. Und obwohl 6 Sportlerinnen dieser Klasse S4 anwesend sind, wird dieser Wettbewerb zusammen geschwommen, jedoch getrennt gewertet. Bei beiden läuft es sehr gut, so das Peggy am Ende einen neuen deutschen Rekord in der Zeit von 1:36,93 aufstellt und fünfte wird. Gina schwimmt knapp an einer persönlichen Bestzeit vorbei, holt sich aber dennoch die Silbermedaille- bereits ihre zweite. Fabian Bruhne (S6), der bereits eine Silbermedaille über 100 m Rücken gewonnen hat, muss die 50 m Schmetterling schwimmen. Die Zeit vom Vorlauf verbessert er um fast 1,5 Sekunden und wird in der Zeit von 0:44,06 sechster. Kurz darauf zwei deutsche Teilnehmerinnen ebenfalls über 50 m Schmetterling in der Klasse S6 schwimmen mit Verena Schott und Jasmin Beutler ihr Rennen. Verena wird fünfte und verbessert ihre Vorlaufzeit um 3 Sekunden auf 0:44,06. Jasmin wird sechste in der Zeit von 0:45,58 und ist 4,5 Sekunden schneller als im Vorlauf. Josia Hopf macht hier die größten Zeitsprünge bisher in seinen Leistungen. Jeden Tag sind es neue Bestzeiten, die er abliefert. Sein 200 m Freistilrennen beendet er als Fünfter und verbessert seinen deutschen Rekord um fast 5 Sekunden - phänomenal. Die nächste Medaille liefert Elena Krawzow. Sie gewann bereits 2 x Gold und gehört mit zu den Favoritinnen. Es wird ein knappes Rennen, wobei Elena knapp die Silbermedaille um 0,06 Sekunden verpasst und Bronze mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:02,04 gewinnt. Der Youngster Neele Labudda wird fünfte in der Zeit von 1:10,11. Eine weitere Erststarterin im Team ist die siebzehnjährige Marlene Endrolath in der Startklasse S13. Sie schwimmt ein excellentes Rennen und wird mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:05,75 sechste. Die letzten beiden Einzelstaaten haben Tobias Pollap und Denise Grahl in der Startklasse S7 über je 100 m Freistil. Tobias hat zwar den Vorlauf für sich entscheiden können, trifft aber auf Konkurrenz, die deutlich schneller schwimmen kann. Er schlägt sich tapfer, wird leider nur undankbarer vierter, aber mit stellt in der Zeit von 1:04,28 einen neuen deutschen Rekord auf. Denise Grahl dagegen ist die haushohe Favoritin über dieselbe Strecke. Wieder schwimmt sie vorne weg, führt mit über einer Körperlänge und schlägt mit persönlicher Bestzeit an. Die liegt 1 Hunderstel über dem Europarekord von Kirsten Bruhn. Der Lohn: die bereits dritte Goldmedaille. Die Abschließende 4 x 50 m Freistilstaffel beendet das Team als vierte. Dann erfolgt die Disqualifikation der spanischen Mannschaft. Da noch ein Protest der Spanier läuft, wird die Siegerehrung auf morgen verschoben. Hoffentlich bleibt es bei Bronze.....

Bernhard von Welck